Kurz gesagt: Der Stoneman Arduenna ist ein Mountainbike-Rundkurs von 178 Kilometern und 3.900 Höhenmetern durch die belgische Eifel und die Ardennen. Unterwegs liegen acht Kontrollpunkte, an denen eine Startkarte abgestempelt wird. Wer den Kurs an einem Tag fährt, bekommt einen goldenen Stein, bei zwei Tagen Silber, bei drei Tagen Bronze. Der Einstieg ist an jedem der Kontrollpunkte möglich.
Es gibt Strecken, die man fährt, und es gibt Strecken, die man abschließt. Der Stoneman Arduenna gehört zur zweiten Sorte. Er ist kein Rennen — es gibt keine Startzeit, keine Zeitnahme, keine Konkurrenz. Es gibt eine Karte, acht Stempel und am Ende einen Stein, den man sich abholt. Genau das macht den Reiz aus: Man tritt nicht gegen andere an, sondern gegen die eigene Einteilung.

Die Eckdaten
| Länge | 178 Kilometer |
| Höhenmeter | 3.900 |
| Form | Rundkurs |
| Region | Ostbelgien: belgische Eifel und Ardennen |
| Kontrollpunkte | 8, alle müssen angefahren werden |
| Dauer | 1, 2 oder 3 Tage — die Einteilung bestimmt die Farbe des Steins |
3.900 Höhenmeter auf 178 Kilometer klingt nach einem Schnitt von 22 Höhenmetern pro Kilometer. Das ist rechnerisch richtig und in der Praxis irreführend: Die Ardennen verteilen ihre Höhenmeter nicht gleichmäßig, sondern in kurzen, steilen Rampen aus den Flusstälern heraus. Man fährt nicht drei lange Pässe, sondern zwanzig kurze Anstiege.
Gold, Silber, Bronze — das Steinsystem
Das Prinzip ist bei allen Stoneman-Strecken gleich und wunderbar unkompliziert: Die Farbe des Steins richtet sich nach der Zahl der Tage.
- Gold — der ganze Kurs an einem Tag
- Silber — zwei Tage
- Bronze — drei Tage
- Naturfarben — gefahren mit dem E-Mountainbike
Die Steine kommen aus den Ardennen und werden in Handarbeit zur Hälfte in der jeweiligen Farbe gestrichen. Dazu gibt es eine Trophäe aus Holzsockel, stählerner Stoneman-Figur und eben diesem Stein. Wer schon eine Trophäe von einer anderen Stoneman-Strecke hat, kauft nur den Arduenna-Stein dazu.
Startpakete und wo man sie bekommt
Ohne Startkarte kein Stempel, ohne Stempel kein Stein. Die Pakete gibt es online und an drei offiziellen Ausgabestellen:
- Haus für Tourismus Hohes Venn in Malmedy
- Tourist-Info Bütgenbach
- Hotel Ulftaler Schenke in Burg-Reuland
Dazu geben teilnehmende Partnerunterkünfte die Pakete bei der ersten Übernachtung aus. Angeboten werden ein reines Karten-Paket, ein Classic-Paket und eine digitale Variante; die Trophäe mit Stein wird separat berechnet. Die jeweils gültigen Preise stehen auf der offiziellen Stoneman-Arduenna-Seite.
Die Kontrollpunkte und der Einstieg
Der Kurs verbindet Malmedy, das Signal de Botrange, Robertville, Bütgenbach, Schönberg, Ouren, Burg-Reuland, Sankt Vith und Montenau. Weil es ein Rundkurs ist, gibt es keinen vorgeschriebenen Startpunkt — man beginnt dort, wo man ankommt, und zählt von da aus weiter.
Das ist praktischer, als es klingt. Wer mit dem Rad anreist, startet am nächstgelegenen Kontrollpunkt; wer mit dem Zug kommt, richtet sich nach dem Bahnhof; wer im Hotel gebucht hat, nach dem Hotel. Die offizielle Etappenplanung ist ein Vorschlag, keine Vorschrift — und weicht bei den meisten, die ich kenne, von der tatsächlich gefahrenen Einteilung ab.
Was die Strecke wirklich verlangt

Der Untergrund wechselt ständig. Asphaltierte Verbindungsstücke, Forstautobahnen, schmale Waldwege, Moorbohlenwege, Wurzelpassagen. Wer 178 Kilometer davon in einem Tag fahren will, braucht nicht nur die Beine, sondern auch die Konzentration bis zum Schluss.
Das Wetter ist ein eigener Faktor. Das Hohe Venn ist ein Hochmoor mit eigenem Kleinklima. Nach Regen sind die Waldwege matschig, die Wurzeln seifig und die Bohlenwege rutschig. Das kostet Zeit — mehr Zeit, als die Höhenmeter vermuten lassen.
Die Versorgung ist dünn. Zwischen den Orten liegen lange Abschnitte ohne Einkaufsmöglichkeit, und in Ostbelgien schließen die Läden früh. Wer abends spät ankommt, sollte etwas dabeihaben.
Mit Gepäck oder ohne?
Beides geht, und die Entscheidung verändert die Tour völlig.
Mit Hotelbuchungen fährt man leicht: Ein Rucksack oder eine kleine Rahmentasche reicht, weil Bett und Abendessen warten. Das ist die schnelle Variante und die einzige realistische, wenn Gold das Ziel ist.
Mit Zelt und Bikepacking-Taschen wird der Kurs schwerer, aber unabhängiger. Man hängt nicht an Öffnungszeiten und Buchungen, dafür an jedem Anstieg fünf bis acht Kilogramm mehr. Für Silber oder Bronze funktioniert das gut — Campingplätze liegen entlang der Strecke, etwa in Bütgenbach.
Wie so eine Anreise mit Gepäck aussieht, steht im Bericht über die Anfahrt von Aachen über das Hohe Venn nach Bütgenbach.
Sperrungen und Umleitungen
Auf einer Rundstrecke dieser Länge ist fast immer irgendwo etwas gesperrt oder umgeleitet. Das ist kein Ausnahmefall, sondern der Normalzustand — und der Grund, vor der Fahrt beim Veranstalter nachzusehen, welche Abschnitte betroffen sind. Die aktuellen Angaben stehen auf der offiziellen Stoneman-Arduenna-Seite.
Als ich die Tour im August 2021 gefahren bin, drei Wochen nach der Flutkatastrophe vom Juli 2021, war die Streckenführung geändert. Nach meiner Erinnerung lag es an einer Brücke, die die Flut zerstört hatte. Wo die Umleitung genau verlief und wie weit sie reichte, weiß ich nicht mehr — deshalb steht hier nur, dass es sie gab.
Stand 8. September 2026: Nach Angabe des Veranstalters ist der Kontrollpunkt Signal de Botrange von einem Brand betroffen. Eine Umleitung ist ausgeschildert, die übrige Strecke ist befahrbar. Die Saison 2026 läuft demnach vom 15. April bis 15. September. Wer das später liest, prüft den Stand bitte selbst nach — er ist genau das, was sich am schnellsten ändert.
Warum eine Sperrung im Venn länger bestehen kann als nach einem gewöhnlichen Waldbrand, steht im Beitrag Brand im Hohen Venn: offene Ursache, glimmender Torf – ein Zombiefeuer: Torfbrände gehen nicht einfach aus.
Beide Male, 2021 und 2026, war es dieselbe Landschaft und derselbe Grund — sie ist empfindlich. Erst zu viel Wasser, dann zu wenig.
Häufige Fragen zum Stoneman Arduenna
Wie lang ist der Stoneman Arduenna und wie viele Höhenmeter hat er?
Der Rundkurs misst 178 Kilometer und 3.900 Höhenmeter und führt durch die belgische Eifel und die Ardennen. Rechnerisch sind das 22 Höhenmeter pro Kilometer, in der Praxis verteilen die Ardennen ihre Höhenmeter aber nicht gleichmäßig, sondern in kurzen, steilen Rampen aus den Flusstälern heraus. Man fährt nicht drei lange Pässe, sondern zwanzig kurze Anstiege.
Wie bekommt man beim Stoneman Arduenna Gold, Silber oder Bronze?
Die Farbe des Steins richtet sich nach der Zahl der Tage: Gold für den ganzen Kurs an einem Tag, Silber für zwei Tage, Bronze für drei. Wer mit dem E-Mountainbike fährt, bekommt den Stein naturfarben. Eine Zeitnahme gibt es nicht, es zählt allein die eigene Einteilung.
Wo bekommt man die Startkarte für den Stoneman Arduenna?
Die Startpakete gibt es online und an drei offiziellen Ausgabestellen: im Haus für Tourismus Hohes Venn in Malmedy, in der Tourist-Info Bütgenbach und im Hotel Ulftaler Schenke in Burg-Reuland. Dazu geben teilnehmende Partnerunterkünfte die Pakete bei der ersten Übernachtung aus. Ohne Startkarte gibt es keinen Stempel und ohne Stempel keinen Stein.
Wo kann man in den Stoneman Arduenna einsteigen?
Weil es ein Rundkurs ist, gibt es keinen vorgeschriebenen Startpunkt — der Einstieg ist an jedem der acht Kontrollpunkte möglich, angefahren werden müssen am Ende alle. Der Kurs verbindet Malmedy, das Signal de Botrange, Robertville, Bütgenbach, Schönberg, Ouren, Burg-Reuland, Sankt Vith und Montenau. Man beginnt dort, wo man ankommt, und zählt von da aus weiter.
Reicht ein Gravelbike für den Stoneman Arduenna?
Der Kurs ist als Mountainbike-Strecke ausgeschrieben. Auf den Waldwegen und Wurzelpassagen ist ein Mountainbike deutlich im Vorteil, besonders bei Nässe. Ein robustes Gravelbike mit breiten Reifen kommt durch — aber es wird eine andere Tour.
Wann ist die beste Zeit für den Stoneman Arduenna?
Die langen Tage von Mai bis September, weil eine Ein- oder Zweitagesvariante Licht braucht. Der Herbst ist landschaftlich der schönste Moment im Venn, kostet aber Tageslicht und bringt mehr Nässe.
Muss man den Stoneman Arduenna am Stück fahren?
Nein. Die Farbe des Steins richtet sich nach der Anzahl der Tage, aber wer nur die Landschaft will und keinen Stein, fährt einfach los. Die Kontrollpunkte stehen ohnehin an sehenswerten Stellen.
Ist der Stoneman Arduenna ein Rennen?
Nein. Es gibt keine Startzeit, keine Zeitnahme und keine Konkurrenz — es gibt eine Karte, acht Stempel und am Ende einen Stein, den man sich abholt. Man tritt nicht gegen andere an, sondern gegen die eigene Einteilung.
Wie ist der Untergrund auf dem Stoneman Arduenna?
Der Untergrund wechselt ständig: asphaltierte Verbindungsstücke, Forstautobahnen, schmale Waldwege, Moorbohlenwege, Wurzelpassagen. Wer 178 Kilometer davon in einem Tag fahren will, braucht nicht nur die Beine, sondern auch die Konzentration bis zum Schluss. Nach Regen sind die Waldwege matschig, die Wurzeln seifig und die Bohlenwege rutschig — das kostet mehr Zeit, als die Höhenmeter vermuten lassen.
Wie ist die Versorgung entlang der Strecke?
Die Versorgung ist dünn. Zwischen den Orten liegen lange Abschnitte ohne Einkaufsmöglichkeit, und in Ostbelgien schließen die Läden früh. Wer abends spät ankommt, sollte etwas dabeihaben.
Fährt man den Stoneman Arduenna besser mit Zelt oder mit Hotelbuchungen?
Beides geht, und die Entscheidung verändert die Tour völlig. Mit Hotelbuchungen fährt man leicht: Ein Rucksack oder eine kleine Rahmentasche reicht, weil Bett und Abendessen warten — das ist die schnelle Variante und die einzige realistische, wenn Gold das Ziel ist. Mit Zelt und Bikepacking-Taschen hängt man nicht an Öffnungszeiten und Buchungen, trägt dafür an jedem Anstieg fünf bis acht Kilogramm mehr. Für Silber oder Bronze funktioniert das gut, denn Campingplätze liegen entlang der Strecke, etwa in Bütgenbach.
Was gehört zur Stoneman-Trophäe?
Die Trophäe besteht aus einem Holzsockel, einer stählernen Stoneman-Figur und dem Stein. Die Steine kommen aus den Ardennen und werden in Handarbeit zur Hälfte in der jeweiligen Farbe gestrichen. Die Trophäe mit Stein wird separat berechnet; wer schon eine Trophäe von einer anderen Stoneman-Strecke hat, kauft nur den Arduenna-Stein dazu.
Kann die Strecke gesperrt sein?
Auf einer Rundstrecke dieser Länge ist fast immer irgendwo etwas gesperrt oder umgeleitet. Vor der Fahrt sieht man deshalb beim Veranstalter nach, welche Abschnitte betroffen sind. Stand 8. September 2026 ist nach Angabe des Veranstalters der Kontrollpunkt Signal de Botrange von einem Brand betroffen; eine Umleitung ist ausgeschildert, die übrige Strecke ist befahrbar.
Was tun, wenn ein Kontrollpunkt nicht erreichbar ist?
Das kommt vor — nach Unwettern werden Abschnitte gesperrt und Umleitungen eingerichtet. Aktuelle Streckenänderungen stehen auf der offiziellen Seite und werden von der Tourismusagentur Ostbelgien mitgeteilt. Vor der Anreise nachsehen lohnt sich.
Anmerkungen und Belege
Strecke und aktuelle Hinweise: Stoneman Arduenna und Tourismusagentur Ostbelgien: aktuelle Zugänglichkeit. Vor der Anreise gelten stets die aktuellen Betreiberhinweise.
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